Erfolgreiche Erwachsenenbildung hat sich längst vom einmaligen Kurs zum lebenslangen Lernen entwickelt. Für den langfristigen Lernerfolg sind daher nicht mehr KursleiterInnen verantwortlich, sondern – die Lernenden selbst. Diese stehen plötzlich vor den Fragen: „Was kann ich alles, wie gut kann ich es und wie stelle ich das nach außen dar?“ Wie in den anderen Bereichen ist auch in der Erwachsenenbildung des E-Portfolio das zurzeit beste Instrument. Diese am Computer gespeicherte Sammelmappe mit guten Leistungen sowie Selbst- und Fremdbewertungen kann auch rasch in eine „Bewerbungsmappe“ umgewandelt werden. In Österreich laufen derzeit mehrere Modellprojekte, in denen Erwachsene ihre steigenden Kompetenzen in E-Portfolios dokumentieren. Dabei zeigt sich, dass die TeilnehmerInnen es als Bereicherung sehen, über die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse nachzudenken. Es zeigt sich auch, wie wichtig ein Coaching dabei ist und dass die Vernetzung mit dem Umfeld, also das Einholen von Feedback von KollegInnen und Lehrenden als sehr bereichernd empfunden wird. Hier entsteht ein neues Angebotssegment in der Erwachsenenbildung, das den TeilnehmerInnen als Lernportfolio den Lernprozess erleichtert und gleichzeitig als Bewerbungsportfolio die Präsentation des Wissens nach außen – etwa für ArbeitgeberInnen - viel transparenter macht.
Das E-Portfolio ist besonders für Menschen interessant, die über geringe bzw. nicht mehr ausreichende formelle Abschlüsse verfügen. Gerhard Bisovsky Volkshochschule Meidling
Lernen mit E-Portfolios erhöht die Lernmotivation, Eigenverantwortung und Selbstorganisation im Setzen und Verfolgen von individuellen Zielen. Darüber hinaus werden Lernende aktiv in die Beurteilung der Qualität der erworbenen Kompetenzen und Lernergebnisse einbezogen. Veronika Hornung-Prähauser und Wolf Hilzensauer Salzburg Research
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